Pap-Abstrich

Der Zellabstrich zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung

Mit einem feinen Bürstchen wird ein Zellabstrich vom Gebärmutterhals entnommmen.
Dieser Zellabstrich wurde von dem griechischen Arzt George Papanicolaou entwickelt, deswegen heißt er auch kurz: Pap-Abstrich.
Die entnommene Zellprobe wird in einem speziellen Labor vom Zytologen („Zellspezialisten“) beurteilt und in 5 Stufen eingeteilt.

Ein auffälliger Befund bedeutet keineswegs, dass es sich um Krebs oder eine Krebsvorstufe handeln muss!! Es kann sich auch um leichte Zellveränderungen, die vom Körper selbst wieder behoben werden können, oder um eine Entzündung handeln.

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Pap I : Normalbefund, Kontrollabstrich jährlich.

Pap II: meist unwesentlich veränderte Zellen. Es besteht kein Verdacht auf Vorliegen einer Krebsvorstufe. Kontrollabstrich in 6-12 Monaten.

Pap III D1: Die Zellen weisen leichte Veränderungen auf. Die Chance, dass der Körper selbst diese Zellveränderungen „repariert“, sind bis 30 Jahre sehr groß, in diesem Fall Abstrichkontrolle in 6-12 Monaten. Ab 30 Jahren wird diese Abstrichkontrolle durch einen HPV Abstrich ergänzt.

Pap III D2: Die Zellen weisen mäßige Veränderungen auf. Auch hier ist die Chance, dass der Körper selbst diese Zellveränderungen „repariert“ vorhanden, trotzdem wird die Abklärung durch Kolposkopie (betrachten des Muttermundes/Gebärmutterhalses in Lupenvergrößerung) und ggf. eine Biopsie (Gewebeentnahme) empfohlen.

Pap III : Nicht sicher einschätzbare Zellveränderungen.Es wird die Abklärung durch Kolposkopie (betrachten des Muttermundes/Gebärmutterhalses in Lupenvergrößerung) und ggf. eine Biopssie (Gewebeentnahme) empfohlen.

Pap IVa : Verdacht auf eine schwere Zellveränderung oder Krebsvorstufe (In-situ-Karzinom), aber nicht auf Krebs. Es wird eine operative Abklärung durch Biopsie (Gewebeentnahme) oder Konisation (Kegelschnitt) empfohlen.

Pap IVb und Pap V: Die Wahrscheinlichkeit ist groß dass sich ein Krebs entwickelt hat, hier muss eine operative Abklärung erfolgen.

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